Fit und Gesund mit Bewegung, Sport und Spiel ?
Da streben Sie nach Leistung, schneller, höher, weiter – und sind doch allenthalben krank und verletzt. Widerspricht das nicht der Auffassung, dass Sport gesund sei. Keinesfalls, denn Sport ist nicht Sport und was Gesund bedeutet, steht auf einem anderen Blatt. Die Weltgesundheitsorganisation umschreibt Gesundheit mit Wohlbefinden, einen Aspekt, den sich viele Wellness-Anbieter zu eigen gemacht haben und er auch im Bereich der Fitness häufig eine Rolle spielt.
Wann ist denn Sport nun gesund?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Hängt es doch von zahlreichen Faktoren ab, ob überhaupt ein gesundheitsförderlicher Aspekt dabei ist. Wer lediglich zur Fitness rennt, um sich zu stählen, dabei die Ernährung auf das Minimum reduziert und beinahe in Askese lebt, ist vielleicht der Meinung, er lebe gesund. Doch das Wohlbefinden ist dabei noch lange nicht gut.
Wer dagegen moderat Sport treibt, weil es ihm Spaß macht und dabei nicht nur an seine gute Figur und den zusätzlichen Verbrauch von Kalorien denkt, scheint auf einem guten Weg zu sein, gesunden Sport zu treiben. Moderat ist dabei ein ganz wesentlicher Stichpunkt, denn ein zuviel schwächt den Körper. Etwa das Immunsystem, das bei moderatem Sport, drei bis viermal die Woche, gestärkt wird, kann durch ein tägliches Training - Ausdauertraining oder Krafttraining oder auch sehr intensives Training geschwächt werden und Erkältungen und ähnliche Erkrankungen werden dadurch gefördert.
Schließlich sollte in diesem Zusammenhang der Begriff Übertraining auch genannt werden. Der Körper unterliegt einer Anpassung an eine vorangegangene Belastung, der sogenannten Superkompensation. Diese ist dafür verantwortlich, dass unsere Leistung durch Training steigt. Ein zuviel dagegen bedeutet, dass ich nicht abwarte, bis dieser Superkompensationseffekt eingetreten ist und bereits vorher meine neue Trainingseinheit ansetze. Gerade bei Anfängern kann das schnell passieren (oder aber im leistungsorientierten Sport). Der Körper verliert dabei trotz weiterem Training an Leistungsvermögen und schlussendlich wird meine Leistung trotz Training sogar schlechter. Was hilft: eine Pause.
Und was bedeutet das jetzt?
Als Ergebnis sollte man sich daran halten, im nicht leistungsorientierten Sport zwischen zwei Trainingseinheiten zumindest zu Beginn immer einen Tag Pause einzulegen. Wer schon ein wenig länger trainiert, kann auch einmal mehrere Tage hintereinander trainieren, sollte dem Körper dann aber auch wieder eine ein- bis zweitägige Pause gönnen.
geschrieben von Sven Lange